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Aktuelle Projekte

Das Städtebauförderprogramm ist auf einen langen Zeitraum angelegt, so dass die einzelnen Themenbereiche und Projekte nach und nach und gemäß den Vorstellungen der Gemeinde abgearbeitet werden können.

Als erstes Projekt ist mit den Bauarbeiten am Hohenwestedter Freibad begonnen worden.
Die Gemeindevertretung Hohenwestedt hat auf Basis der Vorbereitenden Untersuchung weitere Prioritäten festgelegt, die nunmehr gemeinsam mit dem ausgewählten Sanierungsträger vorbereitet werden sollen.
Dazu zählt die Schaffung eines fußläufigen Schulwegs vom Bahnhof ins Schul- und Sportzentrum über das Gelände des Stadions und dem entsprechenden Anschluss an die Rektor-Wurr-Straße. Parallel ist auch die Überplanung des Bereiches Marktplatz begonnen worden, die auch eine überarbeitete Anbindung an den „alten“ Ortskern in der Lindenstraße/Wilhelmstraße/Friedrichstraße vorsieht. Parallel wird eine Machbarkeitsstudie initiiert, um zu prüfen, ob eine Verlegung des ZOBs an den jetzigen Bahnhof denkbar ist, um an dieser Stelle ein modernes ÖPNV-Zentrum zu schaffen. Auch die Ertüchtigung und Weiterentwicklung der Sportstätten "Stadion Rektor-Wurr-Straße" und "Wilhelmshöhe" ist begonnen worden.


Freibad Hohenwestedt

Die letzte Freibadsaison des Bades ist nunmehr seit Herbst 2018 beendet. Laut der Abstimmung mit dem Fördergeber war mit dem Förderbescheid Anfang 2019 zu rechnen. Erst mit einem solchen Förderbescheid dürfen Baumaßnahmen begonnen werden. Planer und Gemeinde hatten dazu einen detaillierten Zeitplan erarbeitet, der die Arbeiten am Freibad genau und eng taktete. Als Ziel war vorgegeben, das Freibad dann im Sommer 2020 in neuem Gewand zu eröffnen. Das Projekt war zwischenzeitlich aufgrund personeller Probleme der Prüfinstanzen mit  erheblichen Verzögerungen behaftet und der zugesagte Förderbescheid wurde nicht zeitgerecht erteilt. 

Am 29.05.19 erhielt die Gemeinde die Erlaubnis zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Mit dem zum Abriss vorgesehenen Unternehmen wurde daraufhin der schnellstmögliche Beginn der Abrissarbeiten sondiert. Da nach diesem Bescheid zur Genehmigung des Maßnahmenbeginns mit einem höheren nicht förderfähigen Anteil der Gesamtkosten auszugehen war, beschäftigten sich die Gremien der Gemeinde Hohenwestedt parallel noch einmal mit dem weiteren Vorgehen. Die Gemeindevertretung ist dem Vorschlag nunmehr mit dem Bau zu beginnen, einstimmig gefolgt.

Das Gesamtprojekt Freibad ist mit einer Gesamtprojektsumme von knapp 8,4 Mio € angemeldet. Davon entfallen gut 6,3 Mio € auf die Baukosten. Die weiteren Kosten verteilen sich auf die umfangreichen Vorplanungen, Untersuchungen, Planerwettbewerb und Planerhonorrare. Dies entspricht auch den Kosten der Antragstellung. Derzeit liegen die erzielten Ausschreibungsergebnisse sogar etwas unter diesen Summen.

Ende Juli erteilte der Fördergeber den lange erwarteten Förderbescheid. Danach wird das Land die Maßnahme mit knapp 5 Mio € fördern. Der gemeindliche Anteil beläuft sich diesem Bescheid auf knapp 3,4 Mio €.

Mit den Arbeiten wurde am 07.08.2019 begonnen. Parallel hat das Planungsbüro mit den beteiligten Firmen einen aktualisierten Zeitplan erstellt. Die Auswirkungen des verspäteten Baubeginns auf den Zeitplan haben sich wie zu erwarten negativ auf den Zeitplan der Arbeiten ausgewirkt. Inzwischen steht fest, dass eine Fertigstellung erst nach der Badesaison 2020 erfolgen kann und das Bad leider noch ein Jahr geschlossen bleiben muss.

Wir hoffen auf das Verständnis aller Beteiligten: Gemeinsam freuen wir uns dann hoffentlich gemeinsam auf ein neues Bad im Jahre 2021.

Sie können die Baurbeiten live auf einer WebCam verfolgen: https://www.freibad-hohenwestedt.de/umbau-freibad/ 

Hier auch der zugehörige Zeitungsartikel zum Beginn der Arbeiten:

Bericht aus der sh:z über den Umbau des Freibades Hohenwestedt   

Hans-Jürgen Kühl HOHENWESTEDT

Die Abrissarbeiten im Freibad Ludwigslust sind so gut wie abgeschlossen. Ende September soll die Pfahlgründung für die neuen Becken beginnen. Das 8,4-Millionen-Euro-Bauprojekt wird im Rahmen der Städtebauförderung von Land und Bund mit fünf Millionen Euro gefördert.

Was schon seit ein paar Wochen zu befürchten war, ist nun Gewissheit: Wegen der Verzögerungen in der Antragsbearbeitung muss der Einweihungstermin von 2020 auf 2021 verschoben werden.

Als die Hohenwestedter im vergangenen Dezember ihren Förderantrag für die Freibad-Umgestaltung beim Innenministerium einreichten, hatten sie einen ehrgeizigen Zeitplan. Falls die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn und der Förderbescheid bis März einträfen, wollte man bereits im April mit den Abrissarbeiten beginnen und den Neubau vorantreiben, um das neue Freibad im Frühjahr 2020 einweihen zu können.

Doch daraus wurde nichts. „Personelle Ausfälle sowohl im Ministerium als auch bei der für die technische Prüfung zuständigen GMSH“ nennt Bürgermeister Jan Butenschön als Hauptgründe für eine deutliche Verzögerung bei der Antragsbearbeitung. Erst Ende Juni gab das Innenministerium grünes Licht für den „vorzeitigen“ Baubeginn, einen Monat später folgte der Bescheid.

Im Rahmen der Städtebauförderung bekommt die Gemeinde fünf Millionen Euro überwiesen. „Von den 8,4 Millionen Gesamtkosten, die seit der Antragstellung konstant sind, wurde eine Million Euro als nichtförderfähig eingestuft“, erläutert Butenschön und rechnet vor: „Von den restlichen 7,4 Millionen Euro übernehmen Land und Bund je ein Drittel, also insgesamt rund fünf Millionen Euro – somit bleibt für uns ein gemeindlicher Eigenanteil von 3,4 Millionen Euro.“ Das sei günstiger für die Gemeindekasse als die ebenfalls diskutierte Sanierung des über 50 Jahre alten Freibads.

„Die Abrissarbeiten haben nun gezeigt, dass man nichts hatte, worauf man etwas Neues hätte aufbauen können“, sagt der Bürgermeister, „also war es der richtige Schritt, dieses Generationenprojekt und die damit verbunden finanziellen Mühen anzugehen, um für die nächsten Jahrzehnte einen Anziehungspunkt für Hohenwestedt und das Umland – nämlich ein Bad für alle Bedarfe – zu schaffen.“

„Hier entsteht das größte und attraktivste Freibad für die Region Mittelholstein“, ergänzt Gemeindewerke-Geschäftsführer Kay Fischer. Was Bürgermeister Butenschön im Juni schon befürchtete, muss er nun als „Wermutstropfen“ offiziell mitteilen: „Wir werden mit den Arbeiten erst nach Abschluss der kommenden Badesaison, also im Winter 2020, fertig werden.“ Das Positive sei, dass „alle Baufirmen voll mitziehen, so dass wir einen eng getakteten Zeitplan aufstellen können.“ Geplant ist ein erster Probebetrieb des neuen Bads Ende 2020, aber die Neueröffnung wird erst im Frühjahr 2021 stattfinden. 

Historie

Am 29.April 2013 wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein das Freibad als vorgezogene Maßnahme im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ grundsätzlich genehmigt und ist die erste Maßnahme, die seitens der Gemeinde umgesetzt werden soll.

Um das Freibad Hohenwestedt nicht nur technisch und baulich zu sanieren, sondern auch bedarfsgerecht und barrierefrei für die Zukunft zu gestalten, hat die Gemeinde Hohenwestedt gemeinsam mit der Firma balneatechnik und einem gemeindlichen Arbeitskreis ein umfangreiches Nutzungs- und Sanierungskonzept erstellt. Nach Abschluss der Beratungen der Arbeitskreis wurde das Konzept auch in einer weiteren Sitzung gemeinsam mit der Planerin der Öffentlichkeit vorgestellt und weitere Meinungen der Bürgerinnen und Bürgern aus Hohenwestedt und dem Umland aufgenommen.
Die Gemeindevertretung hat dieses Nutzungs- und Sanierungskonzept als Grundlage der weiteren Planungen für die Entwicklung des Freibades genutzt.

Planerwettbewerb Freibad

Um die erarbeiteten inhaltlichen Grundlagen in einen Plan münden zu lassen, ist im Rahmen des Städtebauförderprogramms ein EU-weiter Planerwettbewerb ausgeschrieben gewesen. Mit der Begleitung dieses Wettbewerbs hatte die Gemeinde das Büro Richter – Architekten und Stadtplaner aus Kiel beauftragt.

Dieser Wettbewerb begann mit der Veröffentlichung Ende Juli 2016 und durchlief dann mehrere Phasen In der Bearbeitungsphase fand u.a. ein Pflichtkolloquium in Hohenwestedt statt, an dem alle aufgeforderten Planer verbindlich teilnehmen mussten, um sich vor Ort ein Bild vom Freibad selbst und der Gemeinde Hohenwestedt im Ganzen zu machen.  

Nach der Bearbeitungsphase hat dann ein Preisgericht im Januar 2017 die eingegangenen Beiträge begutachtet, bewertet und einen Entwurf als Sieger ausgewählt. Dieser Entwurf wurde in verschiedenen Terminen bereits der Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt. Auf dieser Basis erfolgt die konkrete Ausschreibung der Leistungen und die abschließende Prüfung durch den Fördergeber.

Am 21.03.2017 fand unter reger Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern aus Hohenwestedt um Umland im Rathaus die Vorstellung der Ergebnisse des Planerwettbewerbs im Rathaus statt. Dort wurden nicht nur die Wettbewerbssieger gekürt, sondern die abwesenden Planer stellten auch noch mal ihre Entwürfe der Öffentlichkeit vor und Fragen des Publikums wurden entsprechend aufgegriffen und erläuert. Bis zum 21. April waren alle Wettbewerbsbeiträge in einer öffentlichen Ausstellung ausgestellt und konnten dort von jedermann zu den Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden. Auf Basis des Siegerentwurfes werden nun die weiteren Planungen und Vorbereitungen für die Neugestaltung vorgenommen.

Die Badesaison begann etwas später als erwartet erst am 14. Mai. Wie in den Vorjahren traten bei der Herrichtung des Bades wieder größere technische und bauliche Schwierigkeiten auf. Darunter ein großer Folienriss, der sich erst nach der Befüllung des Beckens auftat und der die Eröffnung des Bades um etwa zwei Wochen verzögerte. Während der Saison lief der Betrieb weitgehend reibungslos und die Badegäste konnten sich noch bis zum Saisonende Anfang September wieder in das kühle Nass begeben.

Trotz aller technischen und baulichen Schwierigkeiten hat das Bad in der Saison 2018 letztmalig geöffnet. In 2019 wurde dann mit der umfassenden Sanierung begonnen werden, die zur Saison 2020 abgeschlossen sein sollten.


Marktplatz

Aktuell

Als eines der Projekte der Städtebauförderung ist das Ortszentrum rund um den Marktplatz benannt worden. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich um den Markt viele Geschäfte und auch das Rathaus angesiedelt. So ist neben dem klassischen Ortszentrum um die Linden-, Wilhelm- und Friedrichstraße ein "neues" Ortszentrum entstanden. Ziel der Maßnahme ist es, Anknüpfung an das "alte" Ortszentrum zu verbessern und die strukturellen Defizite des Marktplatzes zu beheben. Dazu gehören beispielsweise die Verkehrsführung, die Barrierefreiheit, fußläufige Verbindungen, die Parkplatzsituation oder auch die Aufenthaltsqualität. Mit den geplanten Maßnahmen soll die Versorgungsfunktion des Zentrums für Hohenwestedt und die Region für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden.

Am 21.11.2018 hat dazu eine umfassende Bürgerbeteiligung stattgefunden, um einen "städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb" für die Ortsmitte Hohenwestedts vorzubereiten. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Hohenwestedt und dem Umland nutzten die Gelegenheit und brachten ihre Wünsche und Ideen ein. Parallel wurde unter www.ortsmitte-hohenwestedt.de auch eine Online-Beteiligung angeboten.

Die von den Bürger*innen eingebrachten Ideen und Anregungen wurden vom beauftragten Wettbewerbsbegleiter zusammengetragen und in einer Wettbewerbsaufgabe zusammengefasst. Mit dem Entwurf der Wettbewerbsaufgabe und dem weiteren Ablauf der Planung der Ortsmitte werden sich die gemeindlichen Gremien im zweiten Halbjahr 2019 befassen. Anfang 2020 könnte dann der vorbereitete Planerwettbewerb starten.

Dokumente zur weiteren Information finden Sie auch hier zum Download

Übersicht Wettebwerbsgebiet

Zeitungsbericht SHZ Bürgerbeteiligung